Am letzten Adventssamstag veranstaltete der Musikverein Rottum e. V. sein traditionelles Jahreskonzert. Unter der Leitung von Josef Ege eröffnete das Orchester mit Apertum von Thiemo Kraas feierlich den Konzertabend.

Nachdem Peter Buck die zahlreichen Gäste begrüßt hatte, konnten die Zuhörer fantasieren und mit Adventure von Markus Götz einem fiktiven Abenteuerhelden folgen. Andreas Ulmann, versetzte anschließend auf seinem Tenorhorn das Publikum mit der von Michael  Geisler arrangierten Ballade Carrickfergus heldenhaft nach Irland. Selbst in hohen Tonlagen intonierte der Solist sicher und rhythmisch gekonnt durch ein weiches Adagio.

Mit der musikalischen Erzählung der tragischen Geschichte des Luftschiffes Hindenburg, durften die Gäste mit der eindrucksvollen Komposition von M. Geisler für einen Moment in die Lüfte abheben. Die zahlreichen Gäste konnten förmlich die majestätische Fahrt des Luftschiffes, aber auch die folgende Katastrophe spüren.

Sprecherin Tanja Gaum wies im Anschluss bedächtig auf die Wasserknappheit in Afrika hin, als sie das gleichnamige Musikstück der weltbekannten Rockband Toto vorstellte. Nicht nur alle Musiker, sondern auch die Zuhörer waren aktiv mit eingebunden. Sie imitierten eingangs durch Händereiben, Fingerschnipsen, Schenkelklopfen und Bodenstampfen einen Gewitterregen, bevor das Schlagwerk rhythmisch in das Arrangement von Wolfgang Wössner einleitete. 

v.l.n.r.: Peter Buck (Vors.), Dietmar Ruß (Kreisverb.), Gerhard Göppel, Michael Göppel, Kurt Schiele, Winfried Silvers, Alfred Fink, Simone Maier (Vors.), Ernst Besserer, Gertrud Gerner, Josef Ege, Günther Niedermaier

Hochkarätige und verdiente Auszeichnungen gab es für treue und langjährige Dienste beim MV Rottum. Der ehemalige Dirigent, Alfred Fink, wurde vom Vertreter des Blasmusikkreisverbandes Biberach mit der Dirigentennadel in Gold mit Diamant für sein 25-jähriges Engagement ausgezeichnet. Die Fördermedaille in Gold mit Diamant konnte Dietmar Ruß Winfried Silvers überreichen. Silvers wirkt seit 30 Jahren ununterbrochen als Schriftführer. Zwei Jahre besetzte er sogar den Vorstandsposten. Er sei der zuverlässige Chauffeur des Vereins, was jeder an ihm besonders schätze. Für vierzig Jahre Aktivität wurde Gerhard Göppel als Flügelhornist und Kurt Schiele als Schlagzeuger mit der Ehrennadel in Gold und Diamant ausgezeichnet. Soweit kann es auch noch Michael Göppel bringen, der für zehn Jahre aktives Musizieren gewürdigt wurde. Vorstand Peter Buck bedankte sich für 20-Jährige passive Mitgliedschaft mit der Fördernadel in Silbern bei, Gertrud Gerner, Erst Besserer und Günther Niedermaier. 

Das anschließende von Kurt Gäble komponierte Oberstufenstück Bethlehem, war für viele Zuhörer ein Highlight. Nach den einzelnen Intros der Musikanten setzte der Projektchor unter der Leitung von Viktor Schäzle harmonievoll mit Gesang ein. Im Mittelpunkt dieser musikalischen Weihnachtsgeschichte steht das kleine, unscheinbare Dorf Bethlehem, in welcher die populären Lieder „Stern über Bethlehem“, Kleine Stadt Bethlehem“ und „In der Nacht von Bethlehem“ aufgeführt wurden. Die Musiker und Sänger sorgten so auch für eine weihnachtliche Stimmung im Konzertsaal. 

Wie der Komponist Berthold Schick, hat Hubert Schiele nicht nur an seiner Posaune, sondern auch an seinem Alphorn Freude. Hubert Schiele bot gekonnt die von Franz Gerstbrein arrangierte Alphorn-Ballade dar, sodass sich die Zuhörer für einen kurzen Moment in den Bergen auf einer Alm wiederfanden.  

Wie im Weihnachtsfernsehen fand auch Kaiserin Sissi einen Programmplatz. Den schwungvollen Konzertmarsch von Timo Dellweg präsentierte das Orchester sicher und majestätisch.  

Den abschließenden Dankesworten angeschlossen, entführte Solistin Heike Gaum mit My Dream, von Peter Leitner, alle Anwesenden auf ihrem Flügelhorn in die Welt der Träume. 

Mit großem Beifall forderten die Zuhörer in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal zum Abschluss noch eine Zugabe. Die Musikerinnen und Musiker des MV Rottum entließen mit dem von Robbie Williams bekannten und von Jan van Kraeydonck komponierten Hit „Angel“ ihre Gäste in die Weihnachtsfeiertage.